4.3.2.1 – 2010

4.3.2.1

Price: EUR 6,97

In Sachen Gangster-Filme hat sich ein Land immer schon besonders hervorgetan und das ist Großbritannien. Starten wir die Einführung in britische Gansgsterfilme doch am ehesten mit einem wirklich schrägen Film, den ich aber alles andere als schlecht fand. Ich denke die beste Definition dieses Films ist „Pulp Fiction mit Girls“, obwohl das auch nicht so passt, aber noch am nähesten dran ist – Girl-Drama, aber auch Girl-Power in der Gangsterwelt von London.

Der Typ, der für die neueste Welle an britischen Gangster-Filmen bekannt ist, heißt Noel Clarke, der auch oft selbst in den Filmen mitspielt. Er war auch Regisseur in den erstklassigen Filmen Kidulthood und Adulthood. Schauspieler war er aber noch in viel mehr Filmen, obwohl ich nicht alle kenne.

In Sachen Schauspieler muss man vor allem sagen: heiß wie die Hölle. Besonders aufgefallen ist mir Emma Roberts, die auch im neuen Scream 4 einiges vor hat (Spoiler). In Sachen männlichen Schauspielern fällt in allen Noel Clarke Filmen vor allem Adam Deacon auf. Nicht nur wegen seinem unvergleichlichen Look, sondern weil er immer die frauenfeindlichsten Dialoge hat, die man sich nur annähernd vorstellen kann – oder würde sagen er hat die „Macker-Sprüche“ schlechthin.

Ich weiß der Film beginnt in der ersten Szene wie eine Episode von Sex in the City, nur mit Dialogen aus Rob Zombies Halloween 2 geschrieben. Aber der Film nimmt dann sehr schnell Fahrt auf und nach 20 Minuten ist man ziemlich hooked, einfach weil man keinen Plan mehr hat was abgeht bzw. was das für ein Film sein soll. Man ist aus irgendeinem Grund auch schnell mit der Hauptdarstellerin emotional verbunden, die zuerst auch null Plan hat, was hier los ist (wie der Zuseher). Bis sich dann alles wirklich im Pulp Fiction Stil auflöst -hat vielleicht auch etwas von Memento in Sachen Auflösung mit den zeitlichen Abfolgen.

Der Film bleibt auf jeden Fall während der gesamten Laufzeit extrem spannend – fand ich zumindest. Das Eigenartige ist, dass eigentlich sehr viel Drama in dem Film steckt. Die erste Motivation der Hauptdarstellerin ist eigentlich das Abhauen ihrer Mutter zu verstehen. Gleichzeitg bricht aber die Hölle auf verschiedne Arten über die 4 Girls los (aber auch über die Männer-Welt). In den Dialogen merkt man zwar schon, dass der Film von einem Mann geschrieben wurde, aber vielleicht spricht die Gangster-Jugend in der Großstadt London wirklich so.

Der Film ist auf jeden Fall ein absoluter Geheimtipp den fast keiner hierzulande kennt. Aber ein wirklich erstklassiger Streifen, den man gerade durch den Pulp Fiction-mässigen Aufbau auch öfter als einmal ansehen kann. Männer haben in jedem Fall viel Eye-Candy in dem Film, während Frauen ein wenig Drama und trotz der chauvenistischen Dialoge auch relativ starke Girls haben. Eija… und Kevin Smith (Silent Bob, Macher von Dogma) hat einen sehr coolen Cameo-Auftritt im Flieger.




2 Kommentare

  1. […] wir schon bei britischen Gangsterfilmen sind und bei Diamanten, wie sie auch 4.3.2.1 vorkommen, dann muss man wohl unwillkürlich direkt an Snatch denken. Im Vergleich zu 4.3.2.1 hat […]

  2. […] versprochen und noch nichts wirklich geliefert außer vielleicht Snatch mal vor einiger Zeit oder 4.3.2.1 und vielleicht noch 51. State wenn man diesen zählen möchte. Aber es wird langsam Zeit mein […]


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Der Beitrag wurde am 28. April 2012 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Charakterstudie, Drama, Gangsterfilm gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.