28 Days Later – 2002

28 Days Later

Price: EUR 9,60

Oder wie man den Film auch nennen könnte: die Zombie Apocalypse Survival Patchwork Family. Versteht mich nicht falsch, denn ich finde Film genial und vielleicht den besten Zombiefilm bis auf Zombieland, der wiederum ziemlich viel aus diesem hier gestohlen hat, aber der ganze Mittelteil ist eine ständige Abwechslung aus Spannung und dann wieder extrem freudvollen Momenten. Wobei die Reisenden zudem noch gut in das Bild einer Patchwork Familie passen.

 

Der Regisseur heißt Danny Boyle und er ist im Blog schon durch Trainspotting vertreten, aber hat auch eine Reihe anderer hochgelobter Filme gemacht, wie Slumdog Millionaire. Trance, sein jüngstes Werk, fand ich in Ordnung aber kein Meisterwerk.

In Sachen Schauspieler hat Cillian Murphy eine große Karriere aus dem Auftritt in diesem Film gemacht, denn wir haben ihn zum Beispiel in 2 Nolan Batman-Filmen gesehen, als auch in Inception oder in Red Eye und 28 Days Later war sicher sein Durchbruch. Mit Naomi Harris ist es das gleiche, denn sie war dann später ein Bond-Girl und in Fluch der Karibik hab ich sie schon im Blog erwähnt. Also kann man durchaus sagen, dass dieser Film ein Karrieren-Starter war, auch wenn es für die Schauspieler nicht unbedingt ihr Spielfilm Debüt war.

Schon der Start des Films hat seine Genialität, denn zum einen ist er ein leichter Seitenhieb gegen übereifrige Umweltaktivisten, aber noch viel mehr etabliert der Beginn des Films den ersten psychologischen Virus. Die Zombie-Seuche in dem Film ist nämlich  ein Virus der Psyche in Form von Wut, was wiederum die neuartige Idee erklärt, dass die Zombies schnell laufen, anstatt zu schleichen. Dann switcht der Film direkt zu unserem Hauptdarsteller Cillian, der in einem verlassenen Krankenzhaus aufwacht. In den nächsten Minuten haben wir dann einiges an Hommage an Kult-Zombie-Filme, wie den Zeitungsbericht, der schreibt „The Walking Dead“. Das Einsammeln des mittlerweile wertlosen Geldes ist auch eine Anspielung auf die Romero Filme.

Weiters folgen die zwei Drittel des Filmes, die extrem starke Wechsel zwischen verschiedenen Stimmungen haben, was mich zu der sarkastischen Bemerkung am Anfang des Beitrags inspiriert hat. Ich finde, dass diese Stimmungsänderungen extrem frisch sind und gut im Film funktionieren, nur könnte man aufgrund von denen FAST sagen, dass es kein Horrorfilm ist. Das Ende des Filmes ist ebenfalls sehr genial, denn genau das würde bei so einer Zombie Apocalypse wirklich passieren – würde ich zumindest logisch finden.

Also letztlich kann ich den Film auch „Nicht-Horror-Fans“ absolut empfehlen, denn er ist teilweise lustig und dann wieder extrem spannend ohne dabei mehr Blut als notwendig zu zeigen – außerdem darf er zu den hochgelobten Klassikern des Genres gezählt werden. Das Zusammenspiel der Charaktere und die Charakterbögen sind auch gut gelungen und das ist doch ein Punkt, der für fast jeden Film-Fan wichtig ist.

 




Ein Kommentar

  1. […] Willkommen auf der Icarus II.” Mit diesen Worten eröffnet Cillian Murphy (auch bekannt aus 28 Days Later, der Dark Knight-Trilogie oder Inception) das oft übersehene Science-Fiction Meisterwerk des […]


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Der Beitrag wurde am 21. Januar 2014 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Horror, Thriller gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.