Blob, Schrecken ohne Namen – 1958

Der Film ist zwar Teil des Trash Monat, aber ich muss gestehen, dass dieser Film alles andere als Trash ist, wenn man die Zeit bedenkt in der er gemacht wurde. Die schauspielerischen Leistungen sind sehr gut, der Film ist schon in Farbe und auch die Effekte sind für Ende der 50iger Jahre nicht die schlechtesten. Warum nehm ich ihn dann beim Trash Monat hinzu? Ganz einfach da er heute doch ein wenig veraltet ist, aber doch immer noch riesengroßer Kult.

Der Regisseur des Film scheint weder mir noch der Wikipedia bekannt zu sein und bei so alten Filmen ist das oft kein Wunder. Sein Name sei trotzdem erwähnt mit: Irvin S. Yeaworth junior.

Der Hauptdarsteller des Films ist hingegen doch ein klingender Name, denn Steve McQueen haben die meisten wohl schonmal gehört. Vor allem durch einige bekannte Western aber auch romantische Filme hat er sich einen Namen gemacht. Der Blob war einer seiner ersten Filme und viele Schauspieler haben es ihm nachgemacht indem sie ihre Karriere mit einem B-Movie begonnen haben. Hier kommt aber auch schon die eine kleine Kritik, die auf alle Schauspieler im Film zutrifft. Steve McQueen schaut aus wie 30 und soll einen 17-Jährigen spielen. Das trifft übrigens auch auf seine Freundin zu. Die Väter schauen alle aus wie 60 plus und wenn jemand ein Kind sein soll, dann darf es nicht älter als 10 sein. Kurz gesagt, die Schluchten zwischen den verschiedenen Altersgruppen wirken unnatürlich enorm und für heutige Verhältnisse unpassend.

Die Handlung des Films sollte auch jedem bekannt vorkommen, denn sie wurde in vielen anderen Filmen und Zeichentrickserien recyclt. Ein Beispiel wäre da Spiderman 3 wo in einer romantischen Nacht eine Sternschnuppe vom Himmel fällt und diese ein kleiner Meteoit ist, aus dem ein galleartiges Wesen kriecht. Genau das ist die Handlungsbeschreibung von der Blob. In dem Fall ist das Blob aber ein Monster, das immer weiter wächst und langsam eine Stadt angreift. Auch typische B-Movie Elemente wie die Polizisten, die zuerst nicht an die Geschichte glauben, sind schon vorhanden.

Doch abgesehen davon, dass die Handlung auch heute noch Geschichten und Filme inspiriert, warum ist der Film Kult? Weil es jährlich das Blobfest in Phoenixville Pennsylvania gibt, wo die legendäre Szene nachgespielt wird, wo alle aus dem Kino fliehen in welches der Blog eindringt. Das ist übrigens das gleiche Kino, in dem auch diese Szene für den Film gedreht wurde – Colonial Theater. Also wer ein Stück Filmgeschichte sein eigen nennen will, wird mit dem Blob nicht verkehrt liegen.




Ein Kommentar

  1. […] 11. 08. 2012: Blob (1958) […]


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Der Beitrag wurde am 11. August 2012 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Horror gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.