Curse of Chucky – 2013

Curse of Chucky

Price: EUR 7,99

Ich hab mal so nachgesehen, welche Filme ich sonst so aus dem Jahr 2013 bisher versäumt habe, denn mit Snowpiercer hab ich ja eine ziemliche Perle entdeckt. Dann habe ich gesehen, dass es einen neuen Chucky Film gab und obwohl ich kein großer Fan dieser Filmreihe bin – vor allem nicht von den letzten 2, die zweifelsfrei als Parodie ausgelegt waren – wollt ich mal rein sehen. Das ist filmtechnisch ein fast grandioser Streifen geworden.

Der Regisseur des Films heißt Don Mancini und er war in jeden Chucky Film involviert und ist praktisch der Vater von Chucky. Mich wundert es nur warum er von dem witzigen Ton der letzten 2 Filme zurück zu diesem Stil gewechselt ist – es tut dem Film aber sehr gut.

In Sachen Schauspieler ist vor allem Brad Dourif zu nennen, der immer schon die Stimme von Chucky war. In dem Film spielt aber auch seine Tochter Fiona Dourif die Hauptrolle und sie macht das sehr gut und als Chucky zu ihr sagt: „Ich werde dich jetzt holen!“, hat das schon einen ganz eigenen Reiz.

Der Film startet und sofort merkt man, dass der Director of Photography ein wahrer Meister seines Fachs ist, denn allein das Spiegelbild im Blut ist einen Blick in den Film wert. Sehr schnell merkt man auch, dass auch das Drehbuch ein kleines oder sogar großes Meisterwerk ist, denn da die Hauptdarstellerin im Rollstuhl sitzt, kann der Film eine ganz eigene Dynamik entwickeln. Vor allem aber wie die Spannung aufgebaut wird, finde ich eine Leistung, denn es braucht viel um vor einer kleinen Puppe Angst zu haben, vor allem solch eine kribbelnde Angst – auch ansonsten hat der Film unzählige subtile Genialitäten. Mit so Ideen, wie mit der Kamera in der Puppe, rechnet man auch keineswegs in einem Child’s Play Film. Allgemein kann man sagen, dass keine Szene in dem Film verschwendet wird, denn jede Einstellung bringt etwas voran. Die Kill-Szenen sind ordentlich blutig und die Sprüche von Chucky werden einem frühen Freddy Krueger gerecht. Spitze find ich es auch, dass die Narben von Chucky aus den letzten beiden Teilen dann doch übernommen werden und so ist die Reihe trotz der unterschiedlichen Stimmungen in den Filmen konsistent.

Ich kann nur sagen, es handelt sich hier um den mit Abstand besten Chucky-Film bis heute und wer sich peinlicherweise mal so wirklich vor einer Puppe gruseln möchte, der sollte unbedingt mal rein sehen. Noch viel mehr sollte man aber rein sehen, wenn man auf wirklich grandiose Kamera-Arbeit steht, denn so wie der ganze Film ins Bild gesetzt ist, verschlägt mir wirklich die Sprache. Eija… selbst die Erklärung am Ende, warum Chucky ausgerechnet bei dieser Familie zuschlägt, hat auf solch vielen Ebenen einen Reiz – und es folgen noch mehr Überraschungen am Ende.

 





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Der Beitrag wurde am 21. April 2014 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Horror gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.