Halloween – 2007
Den Film hätt ich eigentlich zu Halloween in den Blog schmeißen sollen, aber so ist er halt für nächstes Halloween drin. Hierbei handelt es sich natürlich um ein Remake des Klassikers von John Carpenter. Das Original hat im Prinzip das Slasher-Genre gestartet und der Name Michael Meyers gehört zu den Horror-Ikonen wie Freddy Krueger oder Jason Vorhees oder mittlerweile auch Jigsaw. Dabei muss ich anmerken, dass mich das Remake mehr anspricht als das Original – wobei das viele anders sehen.
Regie hat bei diesem Remake Rob Zombie geführt, der eigentlich aus dem Musik-Bereich kommt, wobei seine Musik immer schon für ihre Horror-Anspielungen bekannt war. Ich finde auch dass Rob Zombies Filme immer ganz klar seine Note tragen. Damit mein ich nicht nur, dass seine Frau Sheri Moon Zombie darin auftaucht, sondern seinen ganz Stil, den ich fast so unverkennbar wie Tim Burton’s Stil finde.
In Sachen Schauspieler muss man vor allem Daeg Faerch hervorheben, der den jungen Michael Meyers spielt. Dieser spielt seine Rolle in meinen Augen echt furchterregend genial. Diese Tatsache wird für mich vor allem durch die Szene als er die Krankenschwester killt, klar zementiert. Malcolm McDowell find ich als Dr. Loomis auch besser als den originalen Loomis (Donald Pleasence).
Die Handlung des Film beleuchtet viel genauer die Jugend von Michael. Eine Tatsache die sonst viel Kritik hervorruft, aber wie oben bereits gesagt, trägt Daeg Faerch diesen Part so eindrucksvoll für mich, dass er eigentlich nicht lang genug sein kann. Hier muss ich auch Rob Zombies Stil ein wenig erwähnen. Obwohl ich seine Filme im großen und ganzen recht gut finde, muss man gestehen, dass es der Liebe Rob in keinem Film schafft wirkliche Spannung aufzubauen (oder Nervenkitzel). Es ist eher durchstilisierter Horror, wie ein 80iger Jahre Action Film, mit all seinen Klischees (und seinen Dialogen) und einem Horror-Grundthema. Ich denke man muss Rob Zombies Filme eher so sehen und dann stört einen auch nicht die ganze Jugend von Michael in dem Sanatorium etc. (wo zugegebenermaßen keine Spannung besteht).
Nachdem Michael ausgebrochen ist, wird der Film aus dem Jahre 1978 ziemlich stark kopiert. Aber hier kann ich noch anmerken, dass sich die Ausbruchsszene je nach Euro-Version oder US-Version stark unterscheidet. In der US-Version ist es ein brutaler Ausbruch während eines Gefangenentransports und in der Euro-Version kommt der neue Wärter mit einer weiblichen Gefangen in Michaels Zelle und will ihn dazu bringen Sex mit ihr zu haben (bisschen schräge Version).
Ich muss gestehen ich hab das Remake vor dem Original gesehen und ich fand das Original sehr langweilig und das eine Argument, welches Kritiker oft an neuen Horror-Filmen haben, nämlich dass jeder der Charaktere nervt (und man nur auf deren Tod wartet), trifft in meinen Augen für den Original-Halloween zu (nicht das Remake). Das Gequatsche von Jamie Lee Curtis kam mir schnell bei den Ohren in brauner Form wieder raus.
Außerdem mag ich es manchmal einen eher stilistischen Film zu sehen, anstatt ständig auf einem Puls von 180 wegen der Spannung zu sein. Irgendwie würde ich das Halloween Remake mit Hannibal vergleichen – ohne den widerlichen Krüppel. Es ist so ein wenig der Killer Superheld und ich finde den Psycho-Teil nicht störend, weil Michael Meyers sollte nicht einfach nur eine gesichtslose Tötungsmaschine sein (dafür haben wir schon Jason). Cooles Deatil für Horror-Freaks: Der Sheriff wird von Brad Dourif gespielt, der Chucky (der Mörderpuppe) seine Stimme geliehen hat.
