Nightmare on Elm Street – 1984

Wenn ich schon das Remake hier im Blog beschrieben habe, welches mich doch positiv überrascht hat, müssen wir auch irgendwann auf das Original von Wes Craven eingehen. Im Jahr 1984 wurde ja die Legende von Freddy Krueger geboren, der in den 90iger Jahren bestimmt so bekannt war wie der Weihnachtsmann. Die ganze Idee entstand als Wes Craven von Einwanderern gelesen hat, die im Schlaf gestorben sind. Der Film war auch der Durchbruch für die kleine Produktionsfirma New Line Cinema, die heute sehr bekannt ist.

Anders als New Line Cinema war Wes Craven doch schon relativ bekannt in der Horror-Branche. Einer seiner ersten Filme „Last House on the Left“ war zu seiner Zeit ein ziemlicher Schocker auch wenn man heute mehr über die Hippie-Einflüsse und die schrägen Dialoge der Polizisten lacht (siehe mein Review). „The Hills have Eyes“ wurde auch vor Nightmare produziert und man sieht anhand vom Remake, dass es sich dabei doch auch um einen Horror-Klassiker handelt.

In Sachen Schauspieler sind drei Namen zu nennen. Zum einen war das der erste Film von Johnny Depp, also sollten viele Mädchen und Frauen einen kleinen Dank an Wes Craven und den guten Freddy richten, denn der Film war auch sein sofortiger Durchbruch. Dann muss man natürlich Robert Englund nennen, der lange die Inkarnation von Horror blieb, durch seine Darstellung von Freddy Krueger. Im Vergleich zu Jason oder Michel Meyers wurde Freddy nämlich bis zum 2010 Film immer von ihm dargestellt. Als letztes könnte man noch Heather Langenkamp nennen, die leider keine große Karriere aus der Nightmare Reihe herausholen konnte, obwohl sie schauspielerisch nicht schlecht ist. Das sieht man am besten in A New Nightmare – Teil 7.

Das ist auch ein Film, wo ich die Handlung gar nicht voll nacherzählen will und nur paar Highlights für mich herausstreichen möchte. Wer das Glück hat, die Nightmare Handlung noch nicht zu kennen, der soll sich ohnehin sofort den Film ansehen. Ich hätte gerne wieder den Luxus nochmal von neu mitzufiebern.

In nun fast 30 Jahren Nightmare muss ich sagen, dass der erste Kill von Freddy Krueger an Tina bis zum heutigen Tag der härteste blieb. Auch das Remake kann da nicht mithalten. Man muss aber trotzdem sagen, dass einige andere Spezialeffekte ein wenig komisch sind und nicht wirklich zur Handlung beitragen. Warum müssen sich Freddys Arme dehnen (vielleicht Traum verdeutlichen?), obwohl es ihn nicht furchterregender macht, sondern nur ein bisschen lächerlich.

Ich weiß zwar warum sich Freddy selbst die Finger abschneidet, aber für mich sollte das raus. Damit wollten die Macher verdeutlichen, dass er keine Angst vor Verletzungen hat, aber das hat irgendwie keiner so mitbekommen. Ich denke sogar, dass dieser Part den Ursprung dafür gelegt hat, dass Freddy in den späteren Filmen immer einen coolen Spruch vor dem Kill sagen musste und ein wenig zum Clown wurde.

Dann ist es wohl langsam ziemlich bekannt, dass in diesem Film das erste Mal Kevin allein zu Haus gespielt wurde und das kommt heute auch nicht mehr so gut. Aber Szenen wie die Badewannenszene oder die Zunge aus dem Telefon sind in Sachen gruselig vor allem für Frauen bis heute kaum zu überbieten. Die Badewanne als die Zone wo man sich eigentlich entspannen kann und man die Welt ausgesperrt hat. Die Zunge schafft es ebenso ziemlich die Privatsphäre oder Comfort-Zone zu zerstören – noch viel mehr als in verlassenen Gängen rumzuspazieren.

Trotz des manchmal zu witzig geratenen Tons, doch bis heute noch ein Horror-Klassiker und jeder sollte den Freddy Abzählreim auswendig können 😉




3 Kommentare

  1. […] Lee Curtis zu einem Star gemacht. Ohne Michel Meyers hätte es wohl niemals Jason Vorhees oder Freddy Krueger aus Nightmare gegeben. In Sachen Action-Filme ist auch Flucht aus LA von Carpenter sehr […]

  2. […] ganze startet natürlich mit Teil 1 aus dem Jahre 1984, den ich auch schon im Blog beschrieben habe. Richtige Fans wussten natürlich schon, dass Wes […]

  3. […] ja im Prinzip nur das Gleiche. Der erste Teil war dabei noch eine originelle Filmidee, die wie bei Nightmare on Elm Street auf einer wahren Begebenheit beruht, nämlich einem tatsächlichen Flugzeugabsturz. Leider wurde […]


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Der Beitrag wurde am 28. Januar 2012 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Horror gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.