Zurück in die Zukunft Trilogie – 1985 bis 1990

Wenn man von großen Trilogien spricht, dann fallen den Leuten die ersten 3 Star Wars ein oder vielleicht die Herr der Ringe-Trilogie oder sowas wie Blade. Aber eigentlich ist Zurück in die Zukunft einer der besten Trilogien mit einer wirklich cool ineinandergreifenden Story. In manchen Kreisen hat die Back to the Future Trilogie auch einen absolut so großen Kult-Status wie das Asthma von Darth Vader oder die behaarten Hobbits-Füße. Dazu muss ich nur eines sagen: Flux-capacitor!

Die Regie hat in allen drei Teilen Robert Zemeckis geführt und hier sollten vielen drei Worte in den Sinn kommen: Lauf Forrest Lauf! Produzent der Filme war der große Steven Spielberg. Die Schauspieler kennt auch jeder mit Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson und natürlich der DeLorean. Man kann eigentlich bei allen sagen, dass die Trilogie ihre Karriere definiert hat.

So muss Christopher Lloyd auch in Piranha 3d immer noch seine Doc Brown Impression machen. Doch gehen wir auf die wirklich komplizierte aber geniale Story dieses Sci-Fi Films… ähhh ich meine Komödie.. ähh ich meine Romanze… die drei Filme sind einfach alles, sogar ein Western.

Alles beginnt mit der abgewrackten Familie McFly, wo die Mutter eine Säuferin ist und der Vater ein Versager, der von Biff fertig gemacht wird. Das einzige was die ganze Familie richtig gemacht hat, ist Doc Brown zu kennen (Marty kennt ihn). Der hat nämlich gerade eine Zeitmaschine erfunden, indem er den Fluxkompensator (macht das Zeitreisen erst möglich) in einen DeLorean gebaut hat. Zu diesem Zeitpunkt braucht der Fluxkompensator noch Plutonium um die berühmte Energiemenge von 1.21 Gigawatt zu erzeugen.

Doc Brown holt sich das Plutonium von Terroristen, die ihn finden und erschießen und Marty McFly kann nur in die Vergangenheit entkommen. Dort stellen sich gleich mehrere Aufgaben, denn Marty will natürlich mit Hilfe des früheren Docs zurück in seine Zeit, wo er verhindern muss dass der zukünftige Doc erschossen wird und zu allem Überfluss verliebt sich die eigene Mutter in ihren Sohn, was natürlich der Inbegriff des Großvater-Paradoxons ist bzw. Martys Existenz auslöschen kann. Ich werde schon allein verrückt darüber nachzudenken.

Da Marty weiß, wann ein Blitz im Rathaus einschlägt, kann der Doc genug Energie für die Rückreise aufbringen, Marty schreibt ihm einen Brief, damit er eine kugelsichere Weste im Jahr 1985 trägt und im Stile einer High-School Romanze kommt Martys Mutter auch mit Martys Vater zusammen.

Das wäre mal die Geschichte des ersten Teils und schon hier sind die kleinen Details einfach genial eingebaut. Ist mal jemanden aufgefallen, dass ds Einkaufszentrum 1985, wo der Test der Zeitmaschine stattfindet, “Two Pines Mall” heißt. Als Marty am Ende des Films zurück zum Einkaufszentrum kommt, heißt sie nur mehr Lone Pine Mall, weil Marty ein Pine umgefahren hat. Marty bringt auch seine Mutter vom Saufen weg oder inspiriert einen Musiker zu dem Lied, das er von ihm kennt.

Wirklich verstrickt wird es erst im zweiten Teil, denn Marty kann nur 1 Stunde oder weniger im Jahr 1985 verbringen. Der Doc hat nämlich einen Ausflug in die Zukunft gemacht und dort muss ein erneutes abstürzen der McFly Familie verhindert werden. Dies gelingt auch, aber der alte Biff bringt währenddessen ein Buch mit allen Sportergebnissen dem jungen Biff aus dem Jahr 1955 (dieses Datum scheint ein Knotenpunkt des Raum-Zeit-Kontinuums zu sein oder das alles ist einfach nur ein irrwitziger Zufall).

Als Marty dann ins Jahr 1985 zurückkehren will, ist Biff praktisch Weltberrscher und hat Martys Mutter geheiratet, die wieder Trinkerin ist. Jetzt muss Marty erstmal erfahren wo Biff den Almanch bekommen hat, um das zu verhindern. Plötzlich spielt der ganze zweite Teil wieder rund um den ersten Teil und das wurde dabei echt intelligent gemacht. So weiß Marty durch den ersten Film ja wann Biff was machen wird – nur so wird der Sport-Allmanach zurückerobert.

Doch Marty schafft es doch nicht ins Jahr 1985 zurück, denn der DeLorean wird von einem Blitz getroffen. Sofort danach kommt ein Brief von Doc Brown, der im wilden Westen steckt, und die Zeitmaschine in einer Höhle hinterlassen hat. Also direkt nachdem der Marty aus dem ersten Film zurück in die Zukunft geschickt wurde, kommt der Marty aus dem zweiten Film an um den 1955 Doc Brown in eine Krise zu stürzen.

Dieser repariert den hinterlassenen DeLorean, der nun kein Plutonium mehr braucht, da er durch die Zukunftstechnologie mit Bio-Abfällen fährt. Es braucht also keinen zweiten Blitz und auch kein maßstabsgetreues Modell. Nur finden sie heraus, dass Doc Brown im Wilden Westen von einem Biff Vorfahren, den man auch schon in Teil 2 zu sehen bekommt, erschossen wird. Also fährt Marty unter dem Namen Clint Eastwood zurück ins Jahr 1885. Als er die rosa Cowboy Klamotten anzieht, steht er neben einem Filmplakat von einem Film aus dem Jahr 1955 (in dem er sich ja befindet), in dem Clint Eastwood eine seiner ersten Rollen hatte.

Im Jahr 1885 fehlt dann aber leider das Benzin um den DeLorean auf die 88 Meilen pro Stunde zu bringen und so wird ein Zug dazu verwendet, während Doc Brown sich verliebt. Cool ist das erneute Modell, welches nicht maßstabsgetreu ist, wie im ersten Teil. Die Rathaus-Uhr wird gerade eingeweiht und soll ewig erhalten bleiben, was wie man weiß nur bis zum Jahr 1955 stimmt. Der Sheriff ist der Vorfahre von Martys Lehrer und viel anderes Zeug.

Marty schafft es zurück und kann endlich das Leben mit der reparierten Familie (wurde ja im Jahr 1955 durch Teil eins repariert) genießen. Er lehnt auch das Wettrennen mit Needles ab, der im Teil 2 2015 für seine Kündigung sorgt. Das Wettrennen im Jahr 1985 hätte auch zu einem Unfall mit einem Rolls Royce geführt, was die scheiß Situation von Marty im Jahr 2015 begründet hätte, wie Martys Mutter, die sich 1955 in ihn verliebt hat dort erzählt. Wollt ihr es noch komplizierter? Die Clayton Schlucht heißt plötzlich Eastwood Schlucht – wisst ihr warum?

Einfach drei mega coole Filme, die alles in sich haben, was eine gute Trilogie braucht. Die Selbstreferenzen sind dabei einfach unschlagbar. So sagt Doc Brown im dritten Teil ja, dass Marty nur wegen einer Beleidigung sein Urteilsvermöggen verliert: du feige Sau! Vor allem kann man die Filme x-mal ansehen, weil man immer wieder neue Details entdeckt.




3 Kommentare

  1. [...] Zeitreisen-Zeug in dem Film Gedanken machen. Das ist unlogisch bis zum geht nicht mehr und da ist Zurück in die Zukunft schon um Welten besser. Das Referat am Ende ist aber trotzdem Unterhaltung [...]

  2. [...] Zurück in die Zukunft Trilogie [...]

  3. […] Sachen Schauspieler haben wir ein ziemliches Aufgebot. Christiopher Lloyd aus Zurück in die Zukunft spielt wieder den abgedrehten Piranha-Experten. David Koechner aus Thank You For Smoking ist der […]


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Der Beitrag wurde am 17. Dezember 2011 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Charakterstudie, Komödie, Romantik, Sci-Fi, Western gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.